Vorteile, Pflege, Holzschutz bzw. Werterhaltung von Holz - und Blockhäusern 

Lebensdauer

Holzhäuser können mehr als ein Jahrhundert alt werden. Ihre Lebensdauer ist also mit Häusern aus Stein in etwa gleichzusetzen.

Lasur streichen, fast alle Farben möglich

Die Vorteile von Holzhäusern liegen klar auf der Hand und werden auf der Startseite bereits ausführlich beschrieben. Weitere sind: Blockhäuser haben in Sachen Pflege und Wartung einen etwas geringeren Aufwand im Laufe der Jahre. Steinhäuser haben das leidige Problem der aufsteigenden Feuchtigkeit, Putzschäden, Schimmel und andere Ausblühungen. Der Fassadenanstrich muss alle paar Jahre wiederholt werden und der Dachkasten bzw. die Dachuntersicht muss mit Holzlasur aufgefrischt werden. Der Vorteil beim Blockhaus: man benötigt "nur" Lasur um die Holzfassade zu pflegen. Wenn man die Farbkur rechtzeitig wiederholt, dann bleiben Holzschäden aus und es reicht ein einfacher, gut ausgeführter Anstrich.Pinselset Holzschutz ist sehr wichtig! Leider muss man immer wieder feststellen, dass viele Blockhausbesitzer zu lange warten, um die Farbe aufzufrischen. Um die Werterhaltung von Holzhäusern zu garantieren ist es unerlässlich den Holzschutz zu erneuern!!

Bei der Wahl des Holzschutzes hat man viele Möglichkeiten. Für den Außenbereich empfiehlt sich eine lösemittelhaltige, transparente Lasur. Es gibt natürlich auch wasserverdünnbare Lasuren, aber die sind noch nicht ganz so robust und widerstandsfähig. Der Unterschied ist aber mittlerweile nicht mehr so groß. Als dritte Möglichkeit bietet sich eine Lasur auf Firnisbasis an. Auch sehr zu empfehlen.

Bläueschutz (Imprägnierung) des Holzes nicht vergessen! (Eventuell schon vom Haushersteller erbracht)

Wählen Sie den ersten Lasuranstrich nicht zu dunkel. Bleiben Sie bei helleren Tönen! Erst einmal dunkelt das Holz bzw. die Lasur im Laufe der Jahre sowieso etwas nach, und wenn Sie einen kräftigen Ton wählen, wird es nicht mehr möglich sein, später das Holz wieder heller zu bekommen. Zumindest nicht mit transparenter Lasur. Also merke: Von Hell nach Dunkel geht immer! 

Kaufen Sie keine Billiglasur und schon gar nicht die 10 l Dose für 9,99 im Discounter! Qualität hat seinen Preis!!

Verwitterte WandFür Holzhäuser in Holzfassade trifft in etwa das gleiche zu. Bei diesen Häusern werden aber auch oft Lackfarben zum Anstrich verwendet. Meist in den Farben Rot, Schwedengelb bzw. Ocker und manchmal auch in Blau. Dazu werden die Fensterfaschen weiß abgesetzt. Wer also zum Beispiel ein Haus mit Schwedenhausfassade besitzt, sollte das Holz immer wieder mal überprüfen. Heftet die Farbe fest am Holz, besonders im Spritzwasserbereich? Ist die Farbe durch Sonneneinstrahlung verblichen, teilweise lose, spröde oder einfach nur veraltet, besteht Handlungsbedarf.  Auf Rohholz Imprägnierung nicht vergessen! Alte feste Lackschichten immer anschleifen vor einem Neuanstrich! Warten Sie nicht zu lange. Beauftragen Sie besser einen Profi und trauen Sie sich nicht zu viel zu.

Tipp: wolf-maler.de

Lassen Sie besser ein Gerüst stellen. Besser keine wackeligen Konstruktionen in luftiger Höhe.

Energieersparnis

Die Energieersparnis ist in Blockhäusern oder Holzhäusern, oftmals höher als Häusern aus Stein. Blockhäuser in Niedrig-Energie-Hausstandard sind keine Seltenheit. Die Dämmwirkung von Holz ist von je her schon größer als von Steinhäusern. Hinzu kommt, dass sich in Häusern deren Innenwände in Blockbohle oder ähnlich ausgestattet sind, ein höheres Wärmeempfinden einstellt. Man spricht von mehreren Grad Celsius, die ein Zimmer in Holz, scheinbar wärmer erscheinen lässt. Man kann also die Wärmezufuhr zurückdrehen und dies spart Energie. Eine Wand aus Stein müsste eine Dicke von 300 mm haben, um die gleiche Wärmeleitfähigkeit einer 50 mm dicken Holzwand zu haben.

Im Winter hat man ein Blockhaus in kurzer Zeit warm, während ein Steinhaus dafür Stunden benötigt. Im Sommer hält sich die Kühle in einem Blockhaus. Häuser aus Holz sind ein super Wärmespeicher. Man glaubt es kaum, aber Holz ist ein besserer Wärmespeicher als Styropor.

Umweltfreundlich

Holz ist ein sehr umweltfreundlicher, weil regenerativer Rohstoff. In Schweden zum Beispiel, müssen für einen gefällten Baum, zwei neue gepflanzt werden. Außerdem wird für die Herstellung des Holzproduktes ( z.B. Blockbohle), wesentlich weniger Energie aufgebracht, als für Baumaterialien die für Steinhäuser verwendet werden.

Schallausbreitung

Schallübertragungen durch die Luft, stellen für Blockhäuser kein großes Problem dar. Diese, sind nicht wesentlich schlechter als bei Steinhäusern. Die Trittschalldämmung stellt allerdings schon ein Problem dar. Laufgeräusche über den Deckenbalken, sind leider in Kauf zu nehmen. Holzbalken kommen nun mal leichter in Schwingungen. Abhilfe in Sachen Trittschalldämmung, ist nur mit erheblichen Mehraufwand realisierbar.

Ausfiltern von Schadstoffen:

Holz hat die Gabe, Schadstoffe aus der Luft zu filtern. Deswegen keinesfalls die Holzwände im Inneren des Hauses, mit irgendwelchen Billig-Lasuren zustreichen. Im Inneren, sollte man sowieso auf Lasuren verzichten.  Sie sollten darauf achten, dass nur Umweltschonende und für Menschen ungefährliche Materialien zum Einsatz kommen. Auch oft gesehen, die Holzwände werden mit Alkydharzfarbe (Lackfarbe) zugekleistert. Die Unmengen von Schadstoffen, die durch diese Farbe in den Raum gebracht werden, bleiben für sehr lange Zeit. Auch wenn die Farbe scheinbar ausgetrocknet ist. Davon abgesehen, ist so etwas für mich schon fast Frevel und optisch kein Augenschmaus. Wer darauf nicht verzichten möchte, sollte  Acrylfarben bzw. wasserverdünnbare Holzfarben wählen.